Nahrungsmittelunverträglichkeiten 

 

Ihr habt ja bereits einen kleinen Einblick in unsere Diplomareit bekommen, in dem es um Ernährung in Verbindung mit Sport geht. Heute präsentieren wir euch einen weiteren Ausschnitt. Hierbei dreht sich alles um Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Ernährungstrends und um Superfood.

Viel Vergnügen beim Lesen!

 

 

Allgemein Nahrungsmittelunverträglichkeiten 

 

Nahrungsmittelunverträglichkeiten werden mehr und mehr zur Volkskrankheit. Man muss sich nur im Supermarkt etwas umblicken und zahlreiche Produkte, die versprechen „frei“ von etwas zu sein, stechen einem ins Auge. Frei von Laktose, frei von Gluten, die Auswahl scheint grenzenlos. In Deutschland durchgeführte Studien geben an, dass jeder fünfte Bürger an einer Lebensmittelallergie oder –intoleranz leidet, oder das zumindest glaubt.

Doch was genau ist eine Nahrungsmittelunverträglichkeit? Der Begriff Nahrungsmittelunverträglichkeit, ist ein Überbegriff für eine ungewöhnliche Reaktion des Körpers auf ein Nahrungsmittel. Zwei Unterbegriffe sind die Nahrungsmittelintoleranz und die Nahrungsmittelallergie. Der große Unterschied ist, dass die Nahrungsmittelintoleranzen nicht immunologisch bedingte Nahrungsmittelunverträglichkeiten zusammenfassen, während Nahrungsmittelallergien aufgrund einer Immunpathogenese auftreten. (vgl. Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (Hrsg.) 2010; S.761

 

 

(In meiner Arbeit behandelte ich folgende Nahrungsmittelunverträglichkeiten bzw. –Allergien:

  • Laktoseintoleranz und Milch-Allergie
  • Glutenunverträglichkeit und Zöliakie
  • Fruktoseintoleranz und Fruktosemalabsorption

In zukünftigen Beiträgen, wird auf diese noch näher eingegangen werden...)

 

 

Nahrungsmittelunverträglichkeiten in der heutigen Zeit

Man bekommt den Eindruck, als würden die Nahrungsmittelunverträglichkeiten mit den Jahren zunehmen. Tatsächlich aber ermöglichen die „neuen“ Technologien jedem, den Arzt nachhause zu holen. Hier spricht man jedoch nicht von einem richtigen Arzt, sondern von „Dr. Google“. Der Hypochonder wird zum Cyberchonder und da im Internet alles an Wissen und Halbwissen zusammenkommt, sind Fieber und Schmerzen schnell einmal Anzeichen für Aids, statt für eine normale Grippe. (vgl. Magnus Heier 2011; S.75) Darum liegt die Schlussfolgerung nahe, wenn jemand regelmäßig Bauchschmerzen verspürt und dies bei Google eingibt, schnell einmal auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten stößt und weil die Symptome oft so weitläufig angeführt sind, sie früher oder später auf jeden zutreffen. Logischerweise denken sich die meisten dann, sie müssten gar nicht mehr zum Arzt gehen. Schon ist die Selbstdiagnose geschehen.

Es ist aber nicht nur das Internet schuld daran, dass Nahrungsmittelunverträglichkeiten immer häufiger werden, was zwar stimmt, aber nicht in den hohen Nummern die beispielsweise in Tageszeitungen genannt werden. Die Erklärung liegt nahe und klingt einleuchtend. Früher konnten Ärzte Unverträglichkeiten ganz einfach nicht diagnostizieren, da sie noch gar nicht oder erst wenigen Ärzten bekannt waren. Da dies heutzutage leichter ist, steigt auch die Zahl der Diagnosen für diese Erkrankungen. (vgl. Angelika Gräfin Wolffskeel von Reichenberg 2006; S.167)

Eine weitere, plausible Erklärung wäre, dass in unserer heutigen Gesellschaft die Hygienestandards derart ausgeprägt sind, dass unser Immunsystem eigentlich unterfordert ist. Es kompensiert also mit überempfindlichen Reaktionen auf Nahrungsmittel und dergleichen. (vgl. Magnus Heier 2011; S.86)

 

Ernährungstrends

Ernährungstrends sind in den letzten Jahren enorm gestiegen, wo es früher nur die Vegetarier und Veganer gab, gibt es heute noch zusätzlich Frutarier, Flexitarier, Ovo-Lacto-Vegetarier, Lacto-Vegetarier, Pescetarier, Semi-Vegetarier, Pudding-Vegetarier, Rohköstler, dann gibt es noch Essen nach Makrobiotik, sowie die Ketogene Ernährung. Die Liste wird immer länger und länger und Bücher über diese Formen der Ernährung gibt es zahlreiche. Wie aber kam es überhaupt dazu, dass sich so viele Menschen nach einer gewissen Ernährungsform richten? Wo man früher noch die Vegetarier schon schief angeschaut hat, ist es heutzutage zur Norm geworden, dass gute Restaurants Vegetarische und Vegane Optionen anbieten. Die Motive von Vegetariern und Veganern sind einsichtig und simpel – sie meiden Produkte aus Tierliebe. Mit den steigenden Zahlen der Nahrungsmittelunverträglichkeiten jedoch, suchten mehr und mehr Menschen nach Möglichkeiten ihr Leben beziehungsweise ihr Essen möglichst schmerzfrei genießen zu können.  Darum wendeten sich viele Menschen, beispielsweise mit einer schweren Laktoseintoleranz, der Veganen Lebensform zu.  Dort werden sämtliche Produkte gemieden, die ihrem Körper nicht guttun. Auch diese Beweggründe sind verständlich, denn wenn kein Essen mehr ohne Schmerzen genießbar ist, dann wird auch die Lebensqualität eingeschränkt.

Mit der Zunahme der bereits beschriebenen Nahrungsmittelunverträglichkeiten, begann auch das Bewusstsein der Menschen gegenüber der Nahrung, die sie zu sich nehmen, zu steigen. Gesunde Ernährung gewann an Bedeutung, so stiegen beispielsweise auch die Verkaufszahlen von Bioprodukten und halten sich bis zum heutigen Tag in einem konstanten Bereich. (vgl. URL 2) Auch ein wachsendes Bewusstsein hinsichtlich der Qualität des Essens, der Vorbeugung von Krankheiten und die Beziehung zu Tier und Natur trug maßgeblich zur Entwicklung verschiedenster alternativer Ernährungsformen bei. (vgl. Hrsg. F.A. Brockhaus 2011 S.16)

 

(In meiner Arbeit behandelte ich folgende alternative Ernährungsformen genauer:

  • Vegetarismus (mit Unterformen)
  • Vollwerternährung

...mit all ihren Vor- und Nachteilen)

 

Superfood 

 

Was genau versteht man nun aber unter Superfood? Die einfachste Erklärung ist, dass es Nahrungsmittel sind, die besonders gute Nährstoffwerte haben und denen eine gesundheitliche Wirkung zugeschrieben wird. Oft sind antioxidative Stoffe enthalten, die vielen Krankheiten vorbeugen sollen. Problematisch ist, dass sie oft aus weit entfernten Ländern kommen, was einen weiten Transportweg zu uns erfordert und den ökologischen Fußabdruck nur vergrößert. Exotische Produkte scheinen den gesundheitsbewussten Mensch mehr anzuziehen, wie heimische, meist schon alt bekannte Nahrungsmittel. Obwohl ihr hoher Nährstoffgehalt nicht bestritten werden kann, sind sie nicht unbedingt notwendig in einer ausgewogenen Ernährung. (vgl. Grach, Schlinter, Wallner, Zöhrer 2016; S.6 f.)

Durch das große Angebot an exotischen „Wunderfrüchten/-Samen“ wird aber auch oft vergessen, dass es auch viele regionale Kräuter und Früchte gibt, die den Produkten aus fernen Ländern um nichts nachstehen. Aus diesem Grund werden folgend auch ein paar dieser Nahrungsmittel genannt und genauer beschrieben. 

 

Inhalt und Wirkung 

Die enthaltenen Nährstoffe sind, was dem Superfood zur Beliebtheit verholfen hat. Die Werte sprechen auch für sich. Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe lassen den gesundheitsbewussten Menschen neugierig werden.

Die sekundären Pflanzenstoffe, die enthalten sind wirken antioxidativ und sind Abwehrstoffe, also gut für die Nerven und das Immunsystem. Es wurde bereits nachgewiesen, dass manche Stoffe, wie Catechine, sogar das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs senken können.

Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe wirken auch gegen den oxidativen Stress, welcher durch UV-Strahlung, Umweltbelastungen oder Temperaturveränderungen verursacht wird. Folgen des oxidativen Stresses können unterschiedlichste Krankheiten, beziehungsweise die Verschärfung bereits bestehender Krankheiten sein. 

Ballaststoffe tragen zu Unrecht diesen negativen Namen, da sie sehr wichtig für den Verdauungsvorgang im menschlichen Körper sind. Sie gehören zu den Kohlenhydraten und werden in Quell- und Füllstoffe eingeteilt. Sie gehen Großteiles unverändert durch den Körper durch und haben einen geringen Nährwert, allerdings ist die Kombination aus mechanischen, chemischen und physikalischen Einwirkungen auf die Verdauung sehr wichtig. Die Empfehlung für den Verzehr von Ballaststoffen liegt bei mindestens 30 g/Tag, der durchschnittliche Österreicher konsumiert allerdings nur 22 g/Tag, was eindeutig unter der empfohlenen Menge liegt. (vgl. Grach, Schlinter, Wallner, Zöhrer 2016; S.18 ff.)

 

(Folgende Superfoods (exotische und heimische) wurden beschrieben: 

 

 

  • Açaíbeere

  • Avocado

  • Macawurzel

  • Kakao

  • Brennnessel

  • Hanfsamen

  • Kürbiskerne

  • Weizengras)

 

Julia

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